Projektfahrt der Erzieher*innenklasse

Das erste Semester der Ausbildung an der Fachschule ist ein Semester voller neuer Eindrücke, neuer Menschen und dient sowohl dem Zusammenwachsen der Klassengemeinschaft als auch der Vorbereitung des ersten Praktikums. Jedes Jahr fahren wir deshalb mit den Erstsemestern hinaus und arbeiten und leben eine WOche intensiv zusammen. Dieses Jahr waren wir im brandenburgischen Halbe. Das dortige evangelische Freizeitheim war uns schon oft Herberge für unsere Projektfahrten.

Schule als Lern- und Erfahrungsraum

Die Idee hinter der Projektfahrt ist sozusagen ein "pädagogischer Doppeldecker": die Planung und Organisation der Fahrt ist Aufgabe der Klasse. Schließlich gehört auch dies zu den Kompetenzen, die eine Erzieher*in bei uns erworben haben soll, wenn der Arbeitsalltag nach drei Jahren beginnt. Dies umfasst die Kalkulation, die Planung der Mahlzeiten, das Einkaufen und die Organisation der Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Selbstverpflegung

Das wir in der Lage sind, für eine ganze Gruppe zu sorgen, ist ebenfalls ein Anliegen der Fahrt. Dazu gehört die Sorge für das leibliche Wohl aller - jede/r muss in diesen Tagen einmal kochen, Tisch decken, abräumen, abwaschen und für die Abendunterhaltung sorgen (auf Platz 1 ist immer noch das Spiel "Werwolf"). Auf keinen Fall haben wir während der Fahrt abgenommen.

Projektarbeit

Im Mittelpunkt der Projektfahrt steht natürlich seit jeher die Auseinandersetzung mit den pädagogischen Anforderungem der Ausbildung.Im ersten Semester steht die Ausbildung unter der großen Überschrift "Kindheit". Im Vorfeld haben wir uns mit den Themen eigene Kindheit, Kindheit in Berlin und Kindheit international beschäftigt. Dazu gab es in den ersten drei Monaten viel Theorie. DOch je näher das Praktikum rückt, desto dringender stellen sich die Fragen nach der Arbeit in Kitas und Grundschulhorten. Und dazu die Frage: wie stellen wir uns die ideale Einrichtung vor? Wir alle haben unterschiedliche Erfahrungen gemacht, haben und pädagogische Konzepte angeschaut. In Halbe lautet die Aufgabe: macht Euch Gedanken, wie es idealerweise laufen soll und spinnt rum. Habt Ideen und Visionen. Setzt diese in ein Modell um, dass ihr in Euren Arbeitsgruppen baut.Zum Glück spielte das Wetter Anfang November mit und wir konnten den ganzen Tag in der Sonne arbeiten. Am Ende des Projektes steht dann die Frage: halten unsere Ideen einem Realitäts-Check stand? Das Ergebnis werden wir demnächst hier präsentieren.

Freie Zeit

Halbe lohnt sich auch wegen der Umgebung - auf langen Spaziergängen am Morgen und querfeldein am späten Nachmittag ("wo nochmal kommen wir denn jetzt auf die andere Seite vom Wasser?") haben wir die Köpfe frei bekommen und die Weite genossen. Dazu des Abends singen am Lagerfeuer - der Schulalltag war weit weg und dennoch haben wir intensiv gearbeitet.